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Space Shuttle Ära geht zu Ende
Im April 1981 startete die NASA Mission STS-1 und damit das erste Space Shuttle und somit wieder verwendbare Raumfahrzeug ins All. Jetzt, 29 Jahre später, geht die Zeit der Space Shuttles langsam dem Ende entgegen.

Der wohl letzte Start des Space Shuttles „Atlantis”
Dass das Space Shuttle Programm keine Zukunft hat, steht schon lange fest. So schön die ganze Idee auch ist, verschlingt es doch zu viel Geld und Katastrophen wie der Challenger und Columbia haben gezeigt, dass es alles andere als sicher ist. An Alternativen wird gearbeitet. Da gab es zunächst Orion als Raumschiff und die Ares Trägerraketen, die Schwerlasten ins All bringen sollten. Beides war Teil des Constellation-Programms, das den Mensch zunächst auf den Mond und von dort aus auf dem Mars befördern sollte. Doch sollte das zu lange dauern und Kosten verursachen, die kaum noch abzusehen waren. Daher erklärte Obama in diesem Jahr das Programm für gestorben. Mehr zu Obamas Plänen im PhysikBlog.
Somit ist noch fraglich, mit welchem Gerät der NASA in Zukunft in die unendlichen Weiten vordringt. Irgendeine neue Rakete und ansonsten wohl am liebsten kommerzielle Lösungen anderer Unternehemen1.
In jedem Fall werden bald keine Space Shuttles mehr abheben. Persönlich finde ich das schade, weil die einfach cool sind. Ich könnte mir wohl den ganzen Tag die Starts2 von den Teilen angucken und ebenso die Ladungen, wenn diese Dinger einfach wieder wie ein normales Flugzeug auf der Rollbahn landen. Das ist doch was völlig anderes als irgendwelche Kapseln, die ins Meer fallen oder in einer Steppe in Kasachstan aufschlagen.
Sogar auf dem Rücken von Flugzeugen werden die Transportiert. Mal ehrlich: Geht’s besser?
Nun hat das Shuttle Atlantis als erstes zu seiner letzten Mission (STS-132) abgehoben. Es steht danach nur noch für STS-335, einer sogenannten „Launch on Need” Mission, bereit, um notfalls die Crew der Endeavour bei ihrem letzten Einsatz zu retten.
Die weitere Planung3 sieht vor, dass am 16. September4 die Discovery zu ihrer letzten Reise (STS-133) aufbricht und gegen Mitte November die Endeavour (STS-134) als letztes Shuttle folgt.
Zum Abschluss noch ein paar Bilder:
Mehr >
- A Bold Approach for Space Exploration and Discovery [PDF] [↩]
- Die Shuttles drehen sich ja sogar … [↩]
- NASA – Consolidated Launch Manifest [↩]
- Sofern Technik und Wetter mitspielen [↩]
Vierzig Jahre später
Gestern vor vierzig Jahren haben Menschen zum ersten Mal den Mond betreten. Das klingt für mich auch heute noch einfach unglaublich und ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es gewesen sein muss, diesen Moment live zu erleben. Ganz davon abgesehen wie es sein muss, tatsächlich auf dem Mond zu sein und ins All zu blicken.
One small step for man, one giant leap for mankind.
Das war es garantiert. Umso schöner, dass die USA, die ja nun das „Rennen zum Mond” gegen die Sowjets gewonnen hatten, zumindest scheinbar eben genau diese Konkurrenz vergaßen. Denn auf der Plakette, die auf dem Mond verblieben ist steht:
Here Men From The Planet Earth First Set Foot Upon the Moon, July 1969 A.D. We Came in Peace For All Mankind.
Diese Plakette und viele weitere wie gewohnt fantastische Bilder hat The Big Picture: Remembering Apollo 11
Auch sehr schöne Bilder hat National Geographic in einem Artikel (bzw. Bilderstrecke), der ein paar der Theorien der Verfassungstheoretiker widerlegt: 8 Moon-Landing Hoax Myths – Busted (via Nerdcore)
Mehr über die Saturn V Rakete, die das alles überhaupt erst ins All befördert hat, gibt es bei der LA Times: ‘One small step for man,’ one massive rocket project for engineers (auch via Nerdcore)
Pünktlich zum Jubiläum veröffentlicht die NASA nun auch erste Bilder des Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO), der zurzeit die Mondoberfläche abfotografiert. Darauf sind auch die Landeplätze der Apollo Missionen inkl. Fußspuren zu sehen: LRO Sees Apollo Landing Sites
The Guardian hat einen Artikel über Michael Collins, den dritten Mann der Apollo 11 Mission. Dieser blieb im Mutterschiff und umkreiste den Mond, während Aldrin und Armstrong auf dem Mond spazierten. Collins schlimmste Vorstellung war es, die beiden zurücklassen zu müssen und als „marked man” zur alleine zur Erde zurückzukehren. Außerdem war er so allein, wie man nur sein kann …
Minutes later, Columbia swept behind the Moon and Collins became Earth’s most distant solo traveller, separated from the rest of humanity by 250,000 miles of space and by the bulk of the Moon, which blocked all radio transmissions to and from mission control. He was out of sight and out of contact with his home planet.
“I am now truly alone and absolutely alone from any known life. I am it,” he wrote in his capsule.
Derweil wird der Mars als nächstes großes Ziel anvisiert. Da dieser aber doch ein wenig weiter weg ist und allein die Reise dorthin schon über 500 Tage dauert, ist zunächst für 2024 seitens der NASA eine bemannte Mondbasis als Ausgangspunkt für die Reisen geplant. Probleme gibt es bei der Reise zum Roten Planeten genug. Allein zwischenmenschlich kann das schwierig werden. Immerhin werden die Astronauten auf engsten Raum Jahre zusammenleben müssen.
Ihr könnt schon vorher zum Mars fliegen, nämlich mit dem nächsten Mars Rover, der einen Speicherchip mit Namen an Bord hat. Einfach euren Namen einsenden und die Reise kann beginnen.
Ansonsten läuft gerade Shuttle Mission STS-127, welche die ISS weiter ausbaut.
Es tut sich also auch 40 Jahre nach der Mondlandung noch so einiges da draußen …
Nachtrag: Ein paar Fragen und Antworten zum Thema gibt’s bei der HAZ
Bilder von der ISS
Mal wieder wunderbare Bilder bei The Big Picture. Diesmal Aufnahmen von der ISS aus den NASA Archiven. Besonders Photo #18 finde ich einfach genial.
Earlier this week, NASA released an amazing photograph of an eruption of Sarychev Peak Volcano, taken by astronauts aboard the orbiting International Space Station (ISS). Seeing that great photo prompted me to dig into the archives and see what other imagery I could find from recent NASA archives. Collected here are a handful of photographs of Sarychev Peak Volcano, and more, taken by astronauts aboard the ISS over the past few months.
LOIRP: Hochaufgelöste Bilder veröffentlicht
LOIRP steht für Lunar Orbiter Image Recovery Project. Dahinter stehen die Jungs, die in dem alten McDonald’s 40 Jahre altes Bildmaterial der NASA digitalisieren.
Erste Ergebnisse sind nun im Blog des Projekts zu bestaunen:
Image of the Ocean of Storms
Image of The Apollo 14 Landing Site With EVA Details
Herschel, Planck und Kepler
Da mich Space Shuttle Missionen ja irgendwie immer mehr faszinieren als Starts von Trägerrakten, habe ich einige Projekte, die zurzeit in outer space unterwegs sind unterschlagen.
Hubble wieder fit
Das Weltraumteleskop Hubble ist nach erfolgreicher Instandsetzung heute wieder von der Atlantis ausgesetzt worden. Nun steht die Rückreise des Space Shuttles an. Erster möglicher Termin für den Wiedereintritt wäre am Freitag, 22. Mai so gegen 16 Uhr. Das hängt natürlich wie immer von der weiteren Entwicklung und dem Wetter ab. Den aktuellen Stand erfahrt ihr im Landing Blog der NASA.
Wahnsinns Bilder der Mission hat The Big Picture: Hubble’s final servicing mission
Das Video zum Start der Atlantis liefert die NASA auch: 480p (*mov) | YouTube
Atlantis Mission zum Hubble-Teleskop
Blöderweise habe ich den Start der Atlantis verpasst. Gestartet ist die Mission STS-125, welche für das Weltraum-Teleskop Hubble die letzte Wartungsmission ist, auch ohne mein Zuschauen. Das auch erfolgreich.
Diese Wartungs-Mission soll Hubble fit für die nächsten Jahre machen, sodass es mindestens bis 2014 genutzt werden kann. In fünf Außeneinsätzen werden dazu einige Einrichtungen gewartet bzw. repariert und außerdem sollen zwei neue Instrumente installiert werden.
Nach der Columbia-Katastrophe 2003 wurden zunächst alle Mission zum Teleskop aus Sicherheitsgründen gestrichen. Normalerweise müssen seitdem alle Shuttles im Problemfall die ISS ansteuern können. Das ist bei Flügen zum Weltraumteleskop Hubble aber nicht möglich, da die Entfernung zwischen diesem und der ISS zu groß ist. Letztlich wurde mit einer Kompromisslösung die Mission doch wieder ins Programm aufgenommen. Im Notfall steht nun das Shuttle Endeavour für eine Rettungsmission bereit.
Hier ein schöner Artikel mit jede Menge Hintergrundinformationen, Bilder die Hubble bis jetzt gemacht hat, Bilder der Vorbereitung des Shuttles.
Bilder der Mondoberfläche werden gerettet – in einem alten McDonald’s
Bereits vor einiger Zeit bin ich irgendwo über diese Geschichte gestolpert, dacht mir aber, dass das wohl irgendwie nicht so ganz stimmen kann, und habe mich nicht weiter damit beschäftigt. Doch heute taucht die fantastische Geschichte bei Nerdcore auf und sie ist ganz offensichtlich wahr.
Es gibt über 40 Jahre alte hochaufgelöste Bilder der Mondoberfläche, welche die NASA längst entsorgt hätte und nun von Freaks/Fans/… in einem verlassenen McDonald’s gelagert und nach und nach digitalisiert werden.
… Touchdown
Gestern abend ist das Space Shuttle Discovery nach seiner 13 tägigen Mission auf dem Kennedy Space Center in Florida ohne Zwischenfälle gelandet. Damit ist die Mission STS-119 erfolgreich abgeschlossen.
Ziel der Mission war vor allem die Installation des vierten und letzten Sonnensegels. Dazu wurden drei Außeneinsätze durchgeführt.
NASA: Batmobil, Kontakt und Außeneinsatz
Beim Start der Discovery wollte eine Fledermaus anscheinend hoch hinaus. Diese hing während des Startvorgangs nämlich am Treibstofftank des Space Shuttles.
Laut Experten war das Tier aber wohl bereits verletzt und ist wahrscheinlich auch schnell nach dem Start verschwunden, sodass es nicht die erste Fledermaus in Space wurde. Sei auch nicht das erste Mal gewesen. Bereits 1998 war eine Fledermaus während des Starts auf der Columbia gelandet.

