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Medien
Weniger grau – mehr Lena.
Wenn ich dann wieder wach bin, wird man wohl kaum noch dem Lena-Thema entweichen können, da diese ja eben mal so nach was-weiß-ich-wie-viel Jahren den Eurovision Songtest1 gewonnen hat. Aber eigentlich ist mir das so ziemlich egal. Trotzdem hier ein kleiner Artikel, der aber in eine etwas andere Richtung geht, da “Gewonnen!” und “Lena findets geil, kann es aber noch nicht glauben.” irgendwie eher weniger erwähnenswert ist. Auch dieses Gerede über Verliebtheit und Natürlichkeit ist irgendwie ausgelutscht2.
Viel interessanter finde ich die Tatsache, dass erst ein Raab von ProSieben kommen muss, damit Deutschland mit etwas Vernünftigem antritt und dabei schon in den vorausgegangenen Shows RTL mit seinem Casting-Mist alt aussehen lässt.
Dass das Lena-Raab-Team danach weiter die Boulevard-Medien … owned … ist umso besser.
Auch ist es schön, dass Hannover vielleicht wieder etwas bekannter wird und sein Image ein wenig aufpolieren kann. Immer noch ein ziemlich lahme und graue Stadt – dafür jetzt mit Lena. Dass der NDR trotz der großen Party hier in Hannover aus Hamburg sendet, zeigt leider nur, wie kleinkariert die Verantwortlichen dort sein müssen. Das hätte man hier gerade stimmungsmäßig viel besser aufziehen können.
Lena müsste eigentlich momentan genau wie ich auf die Abiturergebnisse warten. Wie muss das wohl sein, Abitur zu bekommen und zwischendrin den Songcontest und ein paar Millionen gewonnen zu haben?
Ich wette mal, dass da noch einiges an Musik von „unserer” – wie es bescheuerter Weise ja immer geschrieben wird – Lena kommen wird. „Sattelite” ist in meinen Augen nicht so der Hammer und auch das Album wollte mir beim Amazon-Probehören nicht wirklich gefallen. Ich denke, dass das nächste Album schöner wird, wenn auch die Zeit da ist, um es ordentlich zu produzieren. Bis dahin bleibt wohl ihre „Foundations” Interpretation mein Lieblingssong.
Google. Das „b” steht für „böse”.
In letzter Zeit bin ich eher selten dazu gekommen, Zeitung zu lesen oder intensiv Nachrichten zu gucken1. Durch Feeds von Tagesschau und Co. habe ich mich immerhin einigermaßen up to date gehalten – wie man ja so schön sagt. Ab und zu habe ich dann auch bei der hier ansässigen HAZ2 geschaut, ob was passiert ist. Da flackerte schon immer mal wieder was mit Facebook und Google auf. Jetzt bin ich mal dazu gekommen zu lesen und da kann ich nur noch so sagen: Seriously3 Deutschland?

Solch ein mit Laserwaffen ausgestattetes Auto beraubt euch eurer Privatsphäre. Wirklich.
Deutsche Medien habe ja generell irgendwas gegen Google. Ich weiß nicht genau, worin dies begründet liegt. Vielleicht weil Google das Internet verstanden hat und die Medien es immer noch versuchen – meistens mit eher mäßigem Erfolg. Vielleicht weil es eine große Firma ist und große Firmen müssen doch irgendwie böse sein. Am Firmensitz USA kann es doch eigentlich nicht liegen, lieben wir das Land doch wieder seit die Coolness ins Weiße Haus eingezogen ist. Auf jeden Fall muss irgendjemand den Marschbefehl in einem Krieg gegeben habe, den China schon letztens verloren hat. Der Krieg gegen Google.
Eine gesunde Skepsis ist in Ordnung und Themen wie Datenschutz sollte man gerade bei den Massen an Daten, die man heutzutage produziert, garantiert nicht auf die leichte Schulter nehmen. Aber was in letzter Zeit diskutiert wird ist eigentlich nur noch lächerlich.
Man hat nichts gegen einen elektronischen Reisepass, Erfassung von biometrischen Daten, Vorratsdatenspeicherung, flächendeckende Videoüberwachung, omminöse Sperrlisten, elektronische Gesundheitskarten, Überwachung per Mautstationen … und hey … am besten noch irgendwo zentral mit Zugriff ohne richterliche Erlaubnis. Klingt doch toll. Die Anspielung auf bestimmte Romane von Orwell darf man sich gerne selbst ausdenken.
Google findet man eigentlich auch toll. Google Maps zum Beispiel. Grandios, oder? Wisst ihr noch wie damals ein Aufschrei durch Deutschland ging als bekannt wurde, dass Google Satelliten Bilder der ganzen Welt hat und eure Nachbarn nun wissen, wie viele Liegestühle ihr vor drei Jahren auf der Terrasse hattet und dass ihr euch einen Pool leisten könnt? Nein? Ich nämlich auch nicht.
Nun hat Google aber nicht nur die Häuser von oben fotografiert, sondern auch von der Straße aus. Jeder darf mit seiner Kamera durch Straßen ziehen und alles ins Netz stellen, was er so sieht. Alle außer Google. Google wird dadurch zum bösen amerikanischen Monopolisten, der unsere Privatsphäre verletzt. Zu der Privatsphäre gehören von nun an nämlich auch Häuserfassaden und Namen von WLAN-Netzen.
Aber man muss fair sein. Google hat schließlich großen Mist gebaut. Immerhin haben sie aus Versehen jeweils ein paar Sekunden des WLAN-Datenverkehrs offener Netzwerke mitgeschnitten. So kennt Google nun endlich Fetzen aus euren E-Mails, die ihr von und zu Google Mail versendet. Auch wissen die Jungs endlich, was ihr den ganzen Tag so auf Google sucht. Zwar lesen das die Nachbarn dank des unverschlüsselten Netzes auch schon seit einem Jahr, aber bei Google hört der Spaß dann doch auf. Zusätzlich haben sie auch noch eure Häuserfront mit einem Laser vermessen … weiß man seit langem, aber kann man ja nochmal erwähnen. Laser sind immerhin gefährlich – für die Privatsphäre natürlich.
Da muss man auf der Hut sein, da muss man Einhalt gebieten. Plan B: Immerhin noch Geld kassieren.
Ich kann und werde wohl nicht verstehen, warum unsere Medien und Politik so viel Zeit damit vergeuden, einen so wunderbaren Service, der vor 10 Jahren noch Science Fiction war, in Deutschland zu verhindern.
Wir können nur froh sein, dass bestimmte CSU Politikerinnen noch nebenbei Zeit haben, um sich mit Facebook zu treffen. Man könnte jetzt fragen „Was will eine einzelne deutsche Ministerin gegen ein reiches US-Unternehmen tun?”, aber die gute Frau kämpft mit harten Bandagen und droht mit ihrer Profillöschung.
CeBIT 2010: Zweiter Besuch
Mein zweiter Besuch war leider erst am letzten Tag der CeBIT, was generell sehr ungünstig ist. Dort strömt nämlich das Volk in Massen aufs Gelände. Wobei das Volk hier größtenteils aus Kiddies besteht, die alles mitnehmen, was nicht niet- und nagelfest ist und rumlaufen als haben sie vergessen, dass wir inzwischen doch zivilisiert sind. Ganz komisch wirds, wenn einem ein ca. 14-jähriger mit Hochwasserhose gegenübersteht, der einen Presseausweis hat. Ich bin zwar auch nicht wirklich Presse und haben einen bekommen, weil ich blogge, aber vielleicht sollte man diese Strategie seitens der Messe auch noch einmal überdenken.
Blöderweise hatte ich am Donnerstag ja nicht alle geschafft, sodass ich mich durch die restlichen Hallen durchkämpfen musste. Nächstes Mal werde ich das Wochenende lieber zu Hause bleiben und alles entspannt unter der Woche anschauen. Gegen zwei Uhr wurde es mir dann auch zu voll, sodass ich einige Hallen gespart habe und frühzeitig wieder nach Hause gefahren bin.
CeBIT 2010: Erster Besuch
Die Straßenbahnen sind gefüllt mit jede Menge Asiaten, die Ansagen sind zusätzlich auf Englisch und überall laufen Menschen mit Aktenkoffern und Trollis durch die Stadt. Wir haben CeBIT.
Gestern habe ich mich auch wieder aufs Messegelände bewegt, aber meine Begeisterung hielt sich doch ziemlich in Grenzen, was nicht nur am typischen CeBIT-Wetter lag.
CeBIT 2010: Prolog
In Hannover oder nah dran zu wohnen ist meistens ziemlich unspannend und die meisten Vorurteile gegenüber der Stadt stimmen zumindest teilweise, aber einmal im Jahr kommt dafür die CeBIT und macht das meiste wieder gut. Nächste Woche beginnt sie, die größte Computermesse auf dem größten Messegelände – in Hannover.
Erneut sind weniger Hallen in Betrieb und auch sind wieder weniger Aussteller als im Vorjahr da, aber die Zeiten sind eben nicht so rosig. Dafür gibt es einige neue Konzepte.
Wie letztes Jahr gibt es auch diesmal wieder die Webciety, wo es sich um „Web 2.0” usw. drehen wird. Dort können Panels, Vorträgen und Performances beigewohnt werden.
Vollständiges Programm der Webciety
Neu ist der Themenkomplex „CeBIT sounds!”. Wie man dem Namen wohl schon entnehmen kann, geht’s dort um Musik. Schließlich spielt IT inzwischen ja sowohl bei der Produktion als auch beim Vertrieb von Musik eine entscheidende Rolle. Das wird sicher interessant, zumal es zwischendurch immer mal wieder kleinere oder größere Acts auf der Bühne geben wird.
Auch ist ein Abendprogramm (ab 20:30 Uhr) geplant, bei dem von Mittwoch bis Freitag Bands Konzerte vor ca. 2000 Leuten geben werden. Allerdings sind dafür kaum Karten zu bekommen. Man kann sein Glück am Tag des Konzertes am Infostand der CeBIT sounds! versuchen, sollte dann wohl aber gleich morgens auf der Matte stehen. Auf der myspace-Seite gibt es auch noch Karten zu gewinnen.
Programm der CeBIT sounds! [PDF]
Etwas planen kann man seinen Besuch schon mal auf der CeBIT-Website. Auf der Messe selbst kann man sich dann einer der mobilen Apps oder mobilen Internetseite bedienen, um nicht die Orientierung zu verlieren. Ansonsten hilft natürlich der Hallenplan [PDF].
Karten für die Messe bekommt man nahezu hinterher geschmissen. Also würde ich jetzt einfach mal nach Freikarten googlen, falls ihr noch nicht versorgt seid. Habt ihr kein Glück, könnt ihr mir eine Mail schicken oder hier kommentieren, ich habe noch Karten über.
Ich werde Donnerstag bis Samstag die Messe besuchen, twittern und abends auch jeweils meinen flickr stream bzw. die entsprechende Gruppe befüllen.
Be Awesome and Save Chuck
Das Staffelfinale der zweiten Staffel meiner aktuellen Lieblingsserie „Chuck” war einfach nur fantastisch. Die letzten beiden Folgen waren sicher die besten, die bis jetzt produziert wurden.
Nun steht die Serie allerdings vor dem Aus. NBC wird für die nächste Saison einiges absetzen und Chuck steht mit auf der Liste der Abschusskandidaten. Demnächst wird bekannt gegeben, ob es eine dritte Staffel geben wird oder ob es am Höhepunkt vorbei sein wird.
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Eine Frage der Perspektive
Gerade jetzt nach einem erneuten Amoklauf eines jugendlichen Schülers hört man quasi täglich von neuen schockierenden Studien. So seien Jugendliche süchtig nach Computerspielen, zunehmend gewaltbereiter, ausländerfeindlich, übergewichtig und im internationalen Vergleich sowieso auf den hinteren Rängen. Dass die Wahrheit meistens anders aussieht, erlebe wohl nicht nur ich täglich.
Unfassbar.
Ein 17-jähriger tötet ehemalige Mitschüler, Lehrer und Passanten. Insgesamt 15 Tote. Die Frage nach dem Warum bleibt noch unbeantwortet und wird wohl auch nie vollständig geklärt werden können, auch wenn jetzt nach und nach mehr Informationen über den Täter bekannt werden.
Unbegreiflich ist gleichzeitig das Vorgehen der Medien in diesem Fall. Sensationsgierig wurde sich auf jede Spekulation gestürzt. Die berühmten „Killerspiele” sollten schon früh als Motiv herhalten. Zwischendurch wird das alte Material von Erfurt wieder herausgeholt und Bild stellt gleich ein Ranking auf. Mehr >
CeBIT 2009
Ja, das war mein heute mein erster Tag auf der diesjährigen CeBIT und ich muss leider feststellen, dass es in den letzten Jahren irgendwie deutlich interessanter war.
Fast als erstes bin ich in die Halle 22. Dort waren die letzten Jahren hauptsächlich Spielehersteller vertreten und die World Cyber Games wurden ausgetragen. Insgesamt war da immer richtig was los und gute Atmosphäre.
Dieses Jahr ist dort tote Hose … und zwar so richtig. Man kommt in die Halle und alles wirkt unglaublich leer. Kein Wunder, kaum ein Aussteller der letzten Jahren ist noch dort.
Auch der Razer-Stand, bei dem immer besonders die Post abging, ist nicht mehr da. Die Tribüne für die WCG gibt’s nicht mehr, nur ein paar Reihen Stühle und sonst ist auch nichts mehr in der Halle. Ein paar Sitzecken und aufgestellte Laptops dienen wohl mehr als Raumfüller …
Nun ja, ist ja auch keine Spielemesse, schade ist es trotzdem.
Auch in den anderen Hallen merkt man streckenweise schon den Schwund an Ausstellern, so viel Platz war dort die letzten Jahre nicht. Immerhin 1500 Aussteller weniger sind es dieses Jahr. Gespannt bin ich auf die Besucherzahlen. So viele Freikarten wie dieses Jahr waren wohl auch noch nie im Umlauf. Die CeBIT selbst hat ja in ihrem Newsletter kostenlos welche verteilt. Aber die Messe AG sieht ja eh alles positiv – grundsätzlich.
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Mehrheit der Jugendlichen bescheuert?

Die Mehrheit der Jugendlichen in Deutschland würde einer Studie zufolge eher auf den aktuellen Partner verzichten als auf Handy und Internet. Ein Leben ohne Internet sei für 84 Prozent der Befragten 14- bis 29-Jährigen undenkbar, während 97 Prozent sich ein Leben ohne Handy nicht vorstellen könnten. Der aktuelle Lebenspartner ist demnach nur für 43 Prozent der Jugendlichen unverzichtbar.
So schreibt Heise über einer Studie des Bitkom Verbandes. Die Leute können sich tatsächlich ehr vorstellen auf ihren Lebenspartner zu verzichten als ohne Handy zu leben? Solche Menschen kann ich ehrlich gesagt nur bedauern, zumindest in meinen Augen ist dort irgendwas gewaltig schief gelaufen.
Foto von Phil Dragash auf Flickr unter CC-Lizenz.

